Nachrichtenarchiv/2013

Aus Vodafone-Kabel-Helpdesk

Nachrichtenarchiv
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Dezember 2013

Laufbänder auf TRT Türk und DAS VIERTE weisen auf bevorstehende Abschaltungen hin. Der Vertrag zwischen KDG und TRT wurde zum 1.1.14 gekündigt. DAS VIERTE wird durch den Disney Channel ersetzt, jedoch nicht bei Kabel Deutschland - hier kommt der Disney Channel auf einen neuen Sendeplatz, der Sendebetrieb von DAS VIERTE endet am 31. Dezember 2013.

Der Vorstandsvorsitzende der KDG, Dr. Adrian von Hammerstein, tritt mit Wirkung zum 31. März 2014 zurück. Sein Nachfolger wird Dr. Manuel Cubero, bislang Chief Operating Officer (COO). Gerhard Mack rückt als COO in den Vorstand auf. Darüber hinaus verlässt die Kommunikationschefin Insa Calsow das Unternehmen zum Jahresende 2013, die Kommunikationsstruktur wird ab 2014 verändert.

Ab sofort bietet Kabel Deutschland Kombipakete zu Internet, Telefon und TV/Radio an, diese Pakete nennen sich Basis 25, Komfort 50, Komfort 100 und Premium 100. Mehr Informationen hierzu spätestens übermorgen in der Preisübersicht, wer nicht solange warten kann besucht die Webseite von Kabel Deutschland.

Die neuen HD-Sender Tele 5 HD, CNN International HD und Boomerang HD wurden gestern auf der Frequenz 642 MHz aufgeschaltet und sind dadurch nur in den wenigen von Kabel Deutschland auf 862 MHz ausgebauten Netzen empfangbar, und von diesen Netzen auch nur in jenen wo auch Select Video angeboten wird. Unter anderem in Berlin und Rostock sind die Sender zu sehen. Bis 2015 sollen 90% des gesamten KDG-Netzes auf 862 MHz ausgebaut sein.

Seit 4. Dezember ist bei Kabel Deutschland in Bayern das Regionalfenster SAT.1 Bayern auch in HD zu sehen. Das Regionalfenster Niedersachsen & Bremen folgte am 12. Dezember.


November 2013

Tele 5 HD und CNN International HD werden ab 3. Dezember im Rahmen von Kabel Digital HD (bzw. Privat HD) auch bei Kabel Deutschland angeboten, die Frequenz wird laut offizieller Community 642 MHz (Kanal E42) sein, somit werden beide Sender nur in Ausbaugebieten eingespeist.

Am Donnerstag wurde die Klage von Kabel Deutschland gegen den SWR auch in zweiter Instanz vor dem Oberlandesgericht Stuttgart abgewiesen. Damit konnte Kabel Deutschland immer noch kein Gericht davon überzeugen, dass ARD und ZDF Geld an Kabel Deutschland zahlen müssen, damit KDG die Sender in ihren Netzen verbreitet. Das OLG Stuttgart hat allerdings einen Hilfsantrag an die Verwaltungsgerichte ausgelagert. In diesem Hilfsantrag geht es um die Frage, ob Kabel Deutschland die Sender von ARD und ZDF auch ohne einen Vertrag in ihre Netze einspeisen muss. Einen ähnlichen Hilfsantrag hatte Kabel Deutschland auch im Prozess gegen Radio Bremen gestellt, der aber vom LG Bremen abgewiesen wurde.
Nachdem Kabel Deutschland ihren Kunden seit Anfang des Jahres ARD und ZDF nur noch in verminderter Bild- und Tonqualität (Stichwort Plattformstandard) anbietet und Regionalversionen von Dritten Programmen entfernt hat, scheint Kabel Deutschland vorzuhaben, ihren Kunden noch weniger Sender von ARD und ZDF anbieten zu wollen, sollte der Hilfsantrag erfolgreich sein.

Der landesweit sendende niedersächsische Privatsender FAN TV hat heute seinen Sendebetrieb im Kabel eingestellt, Grund ist einerseits die schwere Erkrankung eines der beiden Geschäftsführer, andererseits hat man insbes. den analogen Sendeplatz bereits vor Monaten gekündigt. Augenzeugenberichten zufolge wurde der Sender digital samt Kennung abgeschaltet, analog übernimmt VIVA offenbar wie bei TV5MONDE Europe (KD-Helpdesk berichtete) den Sendeplatz, RTL NITRO rückt auf dem VIVA-Sendeplatz nach.


Oktober 2013

Wie schon vor einiger Zeit angekündigt, wird Boomerang HD bei Kabel Deutschland eingespeist werden. Die Einspeisung beginnt am 3. Dezember, neben der KDG wird der Sender auch bei der Deutschen Telekom und bei Teleclub (Pay-TV-Anbieter in der Schweiz) ab Sendestart eingespeist.

Der Alfelder Zeitung zufolge beendet TV5MONDE Europe seine analoge Verbreitung in Niedersachsen. Bereits als gesichert gilt, dass die Umstellung am 1. November in Hildesheim erfolgt, zu allen anderen möglicherweise betroffenen Netzen, d.h. alle in denen es bis dato analog keinen privaten Regionalsender gibt (Braunschweig, Göttingen, Hameln, Hannover, Helmstedt, Nienburg, Salzgitter und Wolfsburg), liegen uns keine Angaben vor. VIVA erhält den bisherigen Platz von TV5MONDE Europe und kann damit wieder rund um die Uhr eingespeist werden, die freiwerdende Sendezeit auf dem bisherigen Kanal erhält RTL NITRO. Im Netz Hildesheim fällt zusätzlich das hr-fernsehen weg, dafür erhält CNN International dessen Platz, euronews rückt auf dem bisherigen Kanal nach und sendet von 21:00 bis 6:00 Uhr.

Seit heute sendet Kabel Deutschland mit QVC HD und HSE24 HD erstmals private Sender in hoher Auflösung unverschlüsselt. Beide Sender sind bei anderen Kabelanbietern und über Satellit schon immer unverschlüsselt zu empfangen.

Nachdem Kabel Deutschland bereits in den Regionen Berlin und Bayern großflächig WLAN-Hotspots eingerichtet hat, soll der Ausbau in 20 weiteren deutschen Städten bis Jahresende fortgesetzt werden. 15 davon hat das Unternehmen nun bekannt gegeben: Braunschweig, Bremen, Dresden, Erfurt, Hamburg, Hannover, Kiel, Leipzig, Magdeburg, Mainz, Oldenburg, Osnabrück, Rostock, Saarbrücken und Trier. Pro Tag können die Nutzer 30 Minuten lang kostenlos surfen. Für KDG-Kunden ist die Hotspot-Nutzung nach Anmeldung sogar rund um die Uhr ohne Aufpreis.

Die englischsprachige Version des Nachrichtensenders Al Jazeera sendet seit heute bei Kabel Deutschland unverschlüsselt, es ist keine Smartcard mehr für den Empfang nötig.


September 2013

Die EU-Kommission hat keine kartellrechtlichen Bedenken gegenüber der Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone und hat die Übernahme daher ohne Auflagen genehmigt. Der Abschluss der Transaktion wird für den 14. Oktober 2013 erwartet.

Vodafone hat heute Kabel Deutschland zu 75% gekauft, für 11 Milliarden Euro ist ihnen die Übernahme vorbehaltlich der Zustimmung der EU-Wettbewerbshüter gelungen. Die erweiterte Annahmefrist des Kaufangebots an die Aktionäre gilt bis 30. September, der Anteil Vodafones an Kabel Deutschland könnte somit noch weiter steigen. Vodafone hatte gedroht, die Übernahme platzen zu lassen, sofern die 75%-Quote nicht erreicht worden wäre. Zuletzt schien dieses Ziel durch verschiedene Hedgefonds in Gefahr zu sein.


August 2013

Heute wurden auf S27 (354 MHz) History HD und Universal Channel HD (Trailer, startet am 5.9.2013), auf E40 (626 MHz) Joiz, Deutsches Musikfernsehen und PRO 7 Maxx (Infokarte, startet am 3.9.2013) aufgeschaltet. Lig TV (Infokarte) auf S34 wurde durch tv8 ersetzt (für Kabel Digital Kunden freigeschaltet). MBC 1 wechselt dadurch auf den Timesharing-Platz zusammen mit Duck TV und wird eingespeist von 18-6 Uhr. TV Persia (Infokarte) wurde abgeschaltet, wodurch Khatereh-TV 24 Stunden eingespeist wird. France 2 ist ab sofort auch wieder 24 Stunden empfangbar.
Daneben wurde heute bei den HD-Sendern von ProSiebenSat.1 HbbTV aufgeschaltet.

Dem offiziellen Forum zufolge fallen folgende Programme analog in den verschiedenen Bundesländern weg: Das hr-fernsehen in Thüringen, das Bayerische Fernsehen in Schleswig-Holstein und Brandenburg, das SWR Fernsehen und das WDR Fernsehen in Sachsen-Anhalt, BR-alpha und rbb Fernsehen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sowie das MDR Fernsehen in Bayern und Rheinland-Pfalz. Unter Umständen kann es vor Ort dennoch andere Programme treffen, etwa wenn o.g. Programme gar nicht im jeweiligen Netz analog verbreitet werden.

Nach einigen Monaten Abwesenheit wird History HD ab 26. August wieder in das Netz der KDG eingespeist, diesmal allerdings nicht als Teil von Sky sondern von Premium HD und vergleichbaren Paketen.

Bis Mitte September führt Kabel Deutschland Veränderungen im analogen Bereich durch, Sender mit geringem Marktanteil sollen gegen Sender wie sixx, RTL NITRO usw. ersetzt werden. Aufgrund der andauernden Streitigkeiten mit ARD und ZDF ist anzunehmen, dass es hier vor allem Dritte Programme treffen wird und somit Programme die häufig ein Vielfaches an Marktanteilen im Vergleich zu besagten Sendern erreichen. Leider hält sich Kabel Deutschland mit weiterführenden Informationen bislang bedeckt, die einzige bisher bekannte Änderung ist, dass in Passau nun sixx rund um die Uhr eingespeist wird und das NDR Fernsehen stattdessen nur noch von 19:30 Uhr bis 6:00 Uhr.

Das Landgericht Berlin hat heute sein Urteil im Rechtsstreit KDG/VG Media verkündet. Demnach muss Kabel Deutschland 45,76 Mio. Euro als angemessene Vergütung an die VG Media zahlen. Die VG Media vertritt die Urheber- und Leistungsschutzrechte nahezu aller deutschen und einiger europäischen privaten TV- und Hörfunksender. Die KDG hat seit dem Jahre 2006 nur Zahlungen in geringem Umfang an die VG Media geleistet. Die KDG wollte in diesem Verfahren gerichtlich feststellen lassen, dass der VG Media überhaupt keine Urheberrechtsvergütungen für die Kabelweitersendung der privaten Hörfunk- und Fernsehprogramme in den Kabelnetzen der KDG zustünden. Die dagegen eingereichte Widerklage der VG Media war nun erfolgreich.

Der neue Sender ProSieben MAXX wird in den ausgebauten Netzen unverschlüsselt ab dem 3. September 2013 auf dem Programmplatz 212 empfangbar sein. Damit gehört ProSieben MAXX zu den wenigen Sendern, die von Kabel Deutschland pünktlich zum Sendestart eingespeist werden.

Seit heute lassen sich Sky Film, Sky Sport und Sky Fußball Bundesliga sowie die zugehörigen HD-Pakete auch über Kabel Deutschland bestellen. Hierbei kostet ein Premiumpaket 27,90 € / Monat, zwei Pakete 39,90 € / Monat und alle Pakete 49,90 € / Monat. Die HD-Erweiterungen der Premiumpakete kosten einheitlich weitere 10 € / Monat. Sky Go kann über diese Abonnements ebenfalls genutzt werden. Bedingung für die Bestellung von Sky über KDG ist ein Abo von Premium HD oder Kabel (Digital) Home (SD). Sky Welt wird nicht mit freigeschaltet, somit ist Premium HD hier das stellvertretende Basispaket. Es ist auch weiterhin möglich, ein Abo direkt über Sky abzuschließen, mit den bekannten Konditionen.

Pünktlich ab Sendestart wird Universal Channel HD auch bei Kabel Deutschland zu sehen sein im Rahmen von Premium HD bzw. für Altkunden Kabel Digital Home HD. Eine SD-Version des Senders wird es bei Kabel Deutschland nicht geben. Laut offizieller Community wird der Sender auf Programmplatz 332 zu finden sein. Der Universal Channel war unter dem Namen Studio Universal bereits bis 2003 in Deutschland auf Sendung, ehe SciFi (heute Syfy) dessen Platz übernahm.

Scheinbar erfolgt neben der Aufschaltung von joiz in der 35. KW auch der Start des Deutschen Musik Fernsehens bei der KDG. Versteckt in einer Kundenanfrage wurde dies auf der KDG-Facebook-Seite veröffentlicht (eine offizielle Ankündigung seitens der KDG steht noch aus!).

Der Social-TV-Sender Joiz, der heute um 17 Uhr startet, wird laut Kabelhelden bei Kabel Deutschland erst ab Kalenderwoche 35 (die Woche vom 26.8.) auf Programmplatz 124 eingespeist. Auf Facebook hingegen macht Kabel Deutschland derzeit Werbung für Joiz und kündigt eine heutige Einspeisung an. Realistischer ist aber die Angabe von den Mitarbeitern bei den Kabelhelden. Ist es doch bei Kabel Deutschland so üblich, dass kein Free-TV-Sender zu seinem Sendestart eingespeist wird. Bei anderen Kabelnetzbetreibern wie Unitymedia Kabel BW ist Joiz pünktlich zu sehen, nachdem dort bereits vor Wochen eine Infokarte mit Hinweis zum Sendestart aufgeschaltet wurde.


Juli 2013

Da ESPN America den Sendebetrieb einstellt, sendet ab 1. August auf dessen Sendeplatz sport1 US, wodurch die Versorgung mit amerikanischem Sport bei KDG weiterhin gewährleistet sein wird.

Nachdem auch die Klagen gegen arte und Radio Bremen abgewiesen wurden, hat Kabel Deutschland nun bereits sechs Niederlagen einstecken müssen. Auch für Unitymedia Kabel BW, die mittlerweile aus demselben Grund klagen, sieht es nicht besser aus. Das LG Köln habe in einer ersten mündlichen Verhandlung deutlich gemacht, dass es den Entscheidungen in den KDG-Prozessen folgen will. Der MDR-Sprecher sagte: "Statt die Gerichte weiterhin zu beschäftigen, sollte KDG sich auf die Entwicklung von Geschäftsmodellen im Sinn der eigenen Kunden konzentrieren".

Nach den guten Erfahrungen in Berlin hat Kabel Deutschland angekündigt, auch in folgenden bayerischen Städten bis Oktober 2013 öffentliche WLAN-Hotspots einzurichten: Amberg, Ansbach, Aschaffenburg, Augsburg, Bad Tölz, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Erlangen, Freising, Fürth, Füssen, Garmisch-Partenkirchen, Hof, Ingolstadt, Kempten, Kulmbach, Landsberg, Landshut, Mühldorf, München, Nördlingen, Nürnberg, Oberstdorf, Passau, Pfaffenhofen, Regensburg, Schwabmünchen, Schwandorf, Schweinfurt, Starnberg, Straubing, Tegernsee, Weilheim, Weißenburg und Würzburg. Weitere Städte in Bayern wie auch in weiteren Bundesländern sollen folgen.
Die Hotspots, von denen rund 300 direkt an den Verteilerkästen installiert werden sollen, sind jeweils mit 100 Mbit/s im Download und 6 Mbit/s im Upload angebunden, was also der aktuell vermarkteten Geschwindigkeit eines kabelgebundenen Anschlusses über DOCSIS 3 entspricht. Die Nutzer können zunächst für 30 Minuten kostenlos surfen. Weiterhin plant die KDG Bezahloptionen für eine längere Surfdauer sowie in Kooperation mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) die Verbreitung von lokalen Rundfunkmedien über ein Portal.

Heute morgen ist die Grundverschlüsselung bei Astro TV, BBC World News, Bloomberg TV Europe, DAS VIERTE, ERF 1, euronews (alle Sprachversionen), dem Kabel Deutschland Infokanal und Radio Horeb gefallen. Diese Sender sind somit ab sofort ohne Smartcard zu empfangen, ein DVB-C-taugliches Empfangsgerät reicht aus.

Heute wurden auf E27, E28 und E39 die HD-Feeds Sky Bundesliga HD 2 bis 4 und Sky Sport HD 3 bis 5 aufgeschaltet, aus Sky Sport HD Extra wurde Sky Bundesliga HD 1. In nicht ausgebauten Gebieten gibt es nun die missliche Lage, dass zwar Sky Bundesliga HD 2 (in nicht am Backbone hängenden Netzen auch Sky Bundesliga HD 3) verfügbar ist, nicht aber das Hauptprogramm, welches durchgehend sendet.


Juni 2013

Ab morgen verbreitet Kabel Deutschland bis auf weiteres den griechischen Privatsender ANT1 Europe anstelle des eingestellten öffentlich-rechtlichen Programms ERT World. Die KDG befindet sich aber weiterhin mit ERT im Gespräch, sollten dessen Programme wieder auf Sendung gehen dürfen.

Nach nur wenigen Tagen, in denen die Radiosender unverändert weitergeleitet wurden, hat Kabel Deutschland die Tonqualität wieder auf 192 kbit/s reduziert (eigentlich senden die meisten ARD-Radiosender mit 320 kbit/s). Gleichzeitig sind dadurch auch die Zusatzdienste Radiotext und Rass nicht mehr für Kunden von Kabel Deutschland empfangbar.

Kabel Deutschland und Vodafone haben eine Grundsatzvereinbarung zur Übernahme der KDG geschlossen. Auch nach der Zusammenführung soll Kabel Deutschland vorerst für sich weitergeführt werden, langfristig ist aus unserer Sicht allerdings zu erwarten dass sich beide Unternehmen vollständig vereinigen und Vodafone das KDG-Netz zum eigenen Festnetz macht, da man so weniger von der Telekom und den von ihr gemieteten Leitungen abhängig sein wird. Vodafone bietet den Aktionären 84,50 EUR zzgl. 2,50 EUR Dividende je Aktie, sofern die Transaktion vor der nächsten Hauptversammlung der KDG am 10. Oktober 2013 über die Bühne geht, sollte die Transaktion erst danach erfolgen wird die Dividende wie gewohnt durch die KDG an die Aktionäre ausgezahlt und Vodafone bietet nur die 84,50 EUR je Aktie für die Übernahme Kabel Deutschlands.

Seit dieser Woche leitet Kabel Deutschland die Radiosender der ARD wieder in der früheren Tonqualität weiter (im Allgemeinen 320 kbit/s). Damit können nun auch wieder die Zusatzdienste Radiotext und Rass empfangen werden (hier ein Beispiel für Radiotext und Rass bei SWR3). Die Sender des Deutschlandradios reduziert Kabel Deutschland weiterhin von 256 kbit/s auf 192 kbit/s.

Bloomberg zufolge soll Vodafone der KDG ein Kaufangebot gemacht haben, nach Bestätigung des Angebots seitens Vodafone ist dessen Aktienkurs um ca. 10% nach oben gestiegen. Als weiterer Interessent wird der Unitymedia Kabel BW-Eigner Liberty Global genannt. Der Kauf sei bislang aufgrund der Preisvorstellungen der KDG gescheitert, Vodafone müsse mehr Geld bieten.

Am 11. Juni zwischen 17:30 und 19:00 Uhr fand der Livedialog in der offiziellen Community statt mit mehreren Vertretern der KDG (wir berichteten). Das Ergebnis des Dialogs: Die KDG ist sich keiner Schuld bewusst und wälzt diese ausnahmslos auf ARD und ZDF ab, da die Sender den Vertrag gekündigt haben und somit nach Kabel Deutschlands Logik für die Verschlechterungen verantwortlich sind, als wäre man gezwungen so zu verfahren wie es geschehen ist (was bewiesenermaßen blanker Unsinn ist - sowohl die Ausspeisungen als auch die Senkung der Bitraten waren eine freie unternehmerische Entscheidung der KDG).

Die KDG ist davon überzeugt dass der sogenannte Plattformstandard, in dem ARD und ZDF nun qualitativ eingespeist werden, ausgezeichnet ist und hat sich dies durch "unabhängige" Tests der TU München bescheinigen lassen. Die Wahrnehmung der Kunden zählt also nicht, man behauptet sogar dass im Endeffekt nicht die KDG für eine schlechte Bild- und Tonqualität verantwortlich ist sondern das vom Kunden eingesetzte Equipment. Kabel Deutschland empfiehlt so indirekt den Einsatz von Röhrengeräten, da modernere Displays das minderwertige Signal der KDG schonungslos entlarven. Eine weitere wichtige Erkenntnis des Dialogs ist, dass der KDG die Barrierefreiheit etwa für sehbehinderte Menschen sehr am Herzen liegt, aber auch nur wenn diese aus Sicht der KDG angemessen entlohnt wird, was bei ARD und ZDF z.B. nicht gegeben sei, weshalb auch die Tonspuren für Audiodescription in ihrer Qualität stark reduziert wurden.

Lange Rede, kurzer Sinn: Solange die KDG nicht das bekommt, was sie will, ist weder mit einer Verbesserung der Qualität noch mit der Wiederkehr der zusätzlichen Regionalmagazine noch mit den HD-Versionen vieler öffentlich-rechtlicher Sender zu rechnen. Für letztere sei außerdem KDG zufolge genügend Kapazität da, obwohl dies erwiesenermaßen längst nicht überall der Fall ist, solange man nicht andere Programme analog oder digital abschaltet.

Die griechische Regierung hat die Abschaltung des öffentlich-rechtlichen Anbieters ERT zur kommenden Nacht angeordnet. Dies betrifft auch den Auslandsdienst ERT World, somit gibt es für Kabel Deutschland künftig vorerst keine Programmgrundlage mehr für das Paket Kabel Griechisch. Ob und welchen Ersatz es geben wird oder ob das Paket aufgelöst wird ist uns bislang nicht bekannt.

Nachdem sich das Thema über den Streit von Kabel Deutschland mit ARD und ZDF über die Einspeiseentgelte, in dessen Folge Kabel Deutschland seit Februar ihren Kunden eine reduzierte Bild- und Tonqualität liefert, zu einem Dauerbrenner entwickelt hat, werden in der Offiziellen Kabel Deutschland Community mehrere Vertreter von Kabel Deutschland an einer Diskussionsrunde teilnehmen. Am 11.06.2013 von 17:30 bis 19:00 Uhr werden bei den Kabelhelden online anwesend sein: Marc Bacon (Leiter Kundenzufriedenheit), Insa Calsow (Direktorin Unternehmenskommunikation), Marco Gassen (Leiter Externe Kommunikation) und Annette Schumacher (Leiterin Regulierung & Public Affairs). In einem neuen Thread, der auf der Startseite angepinnt werden soll, können alle User Fragen stellen und ihre Meinung zum Thema äußern.

Kabel Deutschland beginnt heute in Berlin, Hamburg und München in einem Feldversuch mit der Verbreitung von Sendern im DVB-C2 Standard. Gesendet wird auf der Mittenfrequenz 794 MHz mit der Modulation 1024QAM und 3/4 FEC. Gegenüber DVB-C werde mit diesen Parametern eine 46% höhere Effizienz erreicht. Derzeit gibt es auf dem Markt leider nur wenige Receiver, die DVB-C2 unterstützen.


Mai 2013

Zwischen dem 27. Mai und 20. Juni 2013 wird Kabel Deutschland sukzessive in den Netzen die Modulation der Sky-Kanäle von 64QAM auf 256QAM und damit auf die Kabelmultiplexe von Sky umstellen. Dadurch werden Kapazitäten frei, die vermutlich für weitere Sky-HD-Sender genutzt werden. Ähnlich wie ARD und ZDF bietet Sky seit letztem Jahr spezielle Kabelmultiplexe an, mit denen die Kanäle im Kabel effizienter genutzt werden können. Unitymedia Kabel BW hatte bereits letztes Jahr gleich auf die Kabelmultiplexe umgestellt.
Zu hoffen wäre, dass Kabel Deutschland mit Sky eine gemeinsame Nutzung von bestimmten Sendern vereinbart, damit die Doppeleinspeisungen von Sendern, die sowohl von Kabel Deutschland als auch Sky vermarktet werden, eingestellt werden können. Derzeit werden 3 HD-Sender und 7 SD-Sender doppelt eingespeist. Eine solche Kooperation konnte Unitymedia bereits 2008 (damals mit Premiere) abschließen.
Nicht nur seitens KDG gibt es Änderungen, bei Sky wird am 1. Juli die Trennung der hochauflösenden Sportangebote erfolgen. Sky Sport HD 1, 2 und Extra werden eingestellt, HD-Simulcasts der Sender Sky Sport 1 und 2 sowie Sky Bundesliga nehmen ihren Platz ein. Hintergrund der Aufteilung ist vor allem die künftige HD-Ausstrahlung aller Spiele der 1. und 2. Fußball-Bundesliga. Dies gilt vorerst nur für Satellit, bei Kabel Deutschland hat man sich so geeinigt dass neben der Konferenz bis zu drei weitere Spiele in HD gleichzeitig eingespeist werden.

Kabel Deutschland hat heute auf E29 (538 MHz) Deluxe Music und SAT.1 Gold aufgeschaltet. Während SAT.1 Gold unverschlüsselt eingespeist wird, ist Deluxe Music entgegen der Ankündigung von diekabelhelden.de verschlüsselt. Die Datenraten von Deluxe Music sind auch für Kabel Deutschland-Verhältnisse sehr niedrig, das Bild muss im Durchschnitt mit etwa 1,5-2 Mbit/s auskommen (Auflösung nur 480x576), der Ton hat nur 128 kbit/s.
Weitere Änderungen: Press TV (Infokarte) auf 426 MHz wurde ersatzlos abgeschaltet, obwohl auf der Infokarte seit 1. April "In Kürze empfangen Sie auf diesem Sendeplatz ein neues Programm." stand. Auf 626 MHz wurde der "HD Testkanal" aufgeschaltet, auf dem eine leere Infokarte sendet. Wie angekündigt, teilen sich France 2/MBC 1 und LRT Lituanica/The Player Channel jetzt einen Sendeplatz (auf 610 MHz). Mohajer TV und PDF (Khatereh-TV) haben den Sendeplatz getauscht, haben aber beide weiterhin die Sendezeit 18-6 Uhr. InfoRU.tv hat jetzt einen 24 Stunden Platz bekommen, die Infokarte zu VTV wurde abgeschaltet.
Außerdem hat Kabel Deutschland heute die Infokarten zu den Dritten Programmen (NDR, MDR, SWR, rbb) abgeschaltet (siehe Streit mit ARD und ZDF).

Durch Laufbänder auf den betroffenen Sendern kündigt Kabel Deutschland für den 21. Mai weitere Änderungen an. Demnach werden France 2 und MBC 1 (beide bisher auf 538 MHz) zusammengelegt. France 2 wird dann nur noch von 18 bis 6 Uhr eingespeist und MBC 1 entsprechend 6 bis 18 Uhr. Außerdem werden LTV World (künftig 18 bis 6 Uhr) und The Player Channel (6 bis 18 Uhr) auf 610 MHz zusammengeführt. Alle vier Sender waren bisher 24 Stunden zu sehen. Bei France 2 wird man vermutlich zudem auf den bisher vorhandenen EPG verzichten müssen. Da SAT.1 Gold auf 538 MHz eingespeist werden wird und auf diesem Kanal bereits ganze 18 TV-Sender aufgeschaltet sind, will Kabel Deutschland durch diese Maßnahmen Platz schaffen.
Kabel Deutschland hat in ihren Netzen massive Kapazitätsengpässe, da KDG bis vor kurzem nur auf den günstigeren Netzausbau bis 630 MHz gesetzt hat. Um trotzdem ein einigermaßen ausreichendes Programmangebot bieten zu können, ergreift Kabel Deutschland zwei Maßnahmen: Zum einen müssen sich einige Sender einen Platz teilen (Timesharing) und zum anderen erhalten die Sender nur eine im Vergleich niedrige Datenrate, was zu einer schlechteren Bildqualität führt.

Neben SAT.1 Gold wird Kabel Deutschland am 21.5. auch Deluxe Music unverschlüsselt einspeisen. Damit ist der Sender nach über einem Jahr wieder im Kabel empfangbar, nachdem Kabel Deutschland Deluxe Music am 12.3.2012 aus dem Kabel geworfen hatte, als die Einstellung des Senders wegen Insolvenz drohte. In letzter Minute konnte dann doch noch ein Investor gefunden werden. Es handelte sich um die High View Gruppe, zu der auch die Just Music Sender (Jukebox und Rock TV) gehören.
Über Satellit und u.a. bei Kabel BW war Deluxe Music ohne Unterbrechung empfangbar. Ende 2012 startete zudem über Satellit bei HD+ Deluxe Music HD.

Der französischsprachige Sender Liberty TV hat sein Programm eingestellt. Auf dem Timesharing-Sendeplatz "Liberty/France24" sendete Kabel Deutschland seit 12. Mai in der Zeit von 18 bis 6 Uhr eine Infokarte, in der restlichen Zeit France 24 (französische Version). Seit 16. Mai ist France 24 durchgehend zu sehen.

Das WDR Fernsehen wird ab 16. Mai 2013 nicht mehr im analogen Kabelnetz im Land Bremen verbreitet, stattdessen wird auf dem Kanal E22 künftig CNN International ausgestrahlt. An der Kanalteilung mit NDR Fernsehen Niedersachsen ändert sich nichts. Bremen ist nach Niedersachsen damit das zweite Land in dem das WDR Fernsehen seit 2013 nicht mehr analog eingespeist wird.


April 2013

Kabel Deutschland hat vor dem Landgericht Berlin auch gegen den rbb erfolglos geklagt. Das Gericht begründet die Entscheidung damit, dass Kabel Deutschland zur Einspeisung des rbb gesetzlich verpflichtet sei. Damit ist Kabel Deutschland nun bereits viermal vor Gericht gescheitert. KDG konnte mit ihrer Argumentation bisher kein Gericht überzeugen. Trotzdem will Kabel Deutschland gegen die Entscheidungen in Berufung gehen.

Ab dem 2. Mai wird Kabel Deutschland voraussichtlich auch die folgenden Privatsender unverschlüsselt einspeisen: 1-2-3.tv, Anixe, Bibel TV, Channel 21, CNN International, DMAX, Eurosport, HSE24, Juwelo TV, N24, Nickelodeon / Comedy Central, QVC, Servus TV, sixx, Sonnenklar TV, Tele 5, VIVA sowie den Radiosender Radio Paloma.

Nächste Schlappe für Kabel Deutschland: Auch im Prozess gegen den Bayerischen Rundfunk unterlag Kabel Deutschland heute. Das Landgericht München I habe entschieden, dass der Bayerische Rundfunk für die Weiterleitung seiner Programme in den KDG-Netzen weiterhin nichts bezahlen muss.

SAT.1 Gold wird ab dem 21. Mai nun auch bei Kabel Deutschland empfangbar sein. Es wird unverschlüsselt gesendet. Der Sender startete bereits am 17.1.2013. SAT.1 Gold reiht sich damit in eine Liste von Sendern, die Kabel Deutschland erst lange nach Sendestart in ihre Netze eingespeist hatte. Im Wesentlichen war in den letzten Jahren der Sender TIMM der einzige Free-TV-Sender, den Kabel Deutschland pünktlich zum Sendestart eingespeist hatte.

Laut "Manager Magazin" habe neben Vodafone nun auch Liberty Global (Mutterkonzern von Unitymedia) Interesse an einer Übernahme von Kabel Deutschland. Angeblich werde ein Übernahmeangebot vorbereitet.

Das Landgericht Stuttgart hat am 20.3. die Klage von Kabel Deutschland gegen den SWR abgewiesen.
Unterdessen ist das Urteil vom Landgericht Köln veröffentlicht worden. In Köln wurde die Klage gegen den WDR "als größtenteils unzulässig und unbegründet" abgewiesen, denn Kabel Deutschland könne nicht gegen die einzelnen ARD-Rundfunkanstalten klagen. Kabel Deutschland begründete ihre Klage u.a. damit, dass es diskriminierend sei, dass die ARD bzw. der WDR weiterhin für Satellit und Terrestrik zahlen, an Kabel Deutschland aber nicht mehr. Zudem verhielte sich der WDR "vorsätzlich sittenwidrig und ausbeuterisch". Das Gericht stellte allerdings fest, dass die Satelliten- und Terrestrikbetreiber eine technische Dienstleistung für die Sender erbringen, während Kabel Deutschland einen eigenen Nutzen aus der Verbreitung ziehe und die Sender als Vorprodukte an ihre Kunden nutze. Auch die analoge Einspeisung (Analogisierung), obwohl die ARD-Anstalten nur noch digital senden, spreche dafür, dass Kabel Deutschland die Übertragung für sich selbst vornehme. Das Gericht stellte außerdem fest, dass es letztlich im Ermessen der Sender sei, welche Übertragungswege sie wählen. Überzeugend erklären konnte Kabel Deutschland auch nicht, warum die von KDG verlangten Entgelte marktüblich und angemessen seien, obwohl es einen Mitbewerber gibt (vermutlich ist Unitymedia gemeint), der 25% weniger Einspeiseentgelte verlangt, bzw. dass von den Sendern an andere Mitbewerber gar keine Einspeiseentgelte gezahlt werden.

Nachdem ab morgen die großen Privatsender in SD unverschlüsselt empfangbar sein werden, wird Kabel Deutschland ihre Paketstruktur ändern. Die bisherigen Pakete Kabel Digital und Privat HD werden zu Kabel Digital HD für 3,90 Euro/Monat zusammengefasst. Kabel Digital HD enthält die Privatsender in HD und die SD-Sender, die (vorerst) weiterhin verschlüsselt bleiben. Das neue Paket ist für die Kunden, die den Kabelanschluss über die Mietnebenkosten zahlen. Für Einzelnutzer ändert sich nichts.

Kabel Deutschland hat heute den umstrittenen staatlichen iranischen Nachrichtensender Press TV abgeschaltet. Auf der auf dem Sendeplatz aufgeschalteten Infokarte heißt es: "Der Veranstalter hat die Verbreitung in unserem Netz eingestellt. In Kürze empfangen Sie auf diesem Sendeplatz ein neues Programm."
Im letzten Jahr war Press TV schon einmal kurzzeitig nicht mehr bei Kabel Deutschland empfangbar gewesen, da Press TV über Hotbird infolge der verschärften Sanktionen der EU gegen den Iran abgeschaltet wurde. Davor wurde Press TV auch schon über Astra abgeschaltet, da Press TV über keine europäische Sendelizenz verfügt. Press TV hatte erfolglos in München dagegen geklagt.


März 2013

Nun ist der nächste Sender bekannt, bei dem die Grundverschlüsselung fallen wird. Ab dem 3. Mai wird auch Tele 5 nach eigenen Angaben unverschlüsselt eingespeist. Damit wird Kabel Deutschland bei diesem Sender allerdings erst einen Monat später die Verschlüsselung abschalten, nachdem die Sender von RTL und ProSiebenSat.1 sowie SPORT1 ab 3. April unverschlüsselt sein werden. Es ist davon auszugehen, dass auch die anderen deutschen Sender auf eine unverschlüsselte Einspeisung bei Kabel Deutschland pochen werden.

Laut offiziellem Forum wird die Grundverschlüsselung diverser Privatsender am 3. April 2013 beendet, also kommende Woche Mittwoch. Neben den bereits bekannten demnächst unverschlüsselt sendenden Programmen RTL, RTL 2, Super RTL, VOX, n-tv, PRO 7, SAT.1, kabel 1 und SPORT1 wird auch bei RTL NITRO die Verschlüsselung aufgehoben.

Wie Kabel Deutschland im offiziellen Forum mitteilte, wird auch SPORT1 demnächst ohne Smartcard bei Kabel Deutschland zu sehen sein, wie RTL, RTL 2, Super RTL, VOX, n-tv, PRO 7, SAT.1 und kabel 1. Unterdessen ist noch kein genauer Termin für die Abschaltung der Verschlüsselung bei diesen Sendern bekannt.

Nachdem das Bundeskartellamt vor einem Monat mitgeteilt hat, dass die Übernahme von Tele Columbus durch Kabel Deutschland untersagt wird, legt Kabel Deutschland nun eine Beschwerde gegen die Entscheidung ein.
Diese Beschwerde reiht sich in eine Liste einiger anderer laufender Klagen und Beschwerden ein. So verklagt Kabel Deutschland derzeit alle öffentlich-rechtlichen Sender, die Telekom und gegen die Selbstverpflichtung von RTL und ProSiebenSat.1 mit dem Bundeskartellamt zum Verzicht auf die Grundverschlüsselung für die SD-Sender hat Kabel Deutschland auch Beschwerde eingereicht.

Kabel Deutschland klagt derzeit gegen alle öffentlich-rechtlichen Sender, um zu erreichen, dass ARD/ZDF weiterhin Einspeiseentgelte zahlen. Heute hat Kabel Deutschland nun eine erste Niederlage einstecken müssen. Das Landgericht Köln hat die Klage gegen den WDR "als größtenteils unzulässig und unbegründet" abgewiesen, denn Kabel Deutschland könne nicht gegen einzelne Rundfunkanstalten klagen, da der Einspeisevertrag damals mit allen ARD-Anstalten gemeinsam abgeschlossen wurde. Das Gericht stellte fest, dass die Kündigung des Vertrags seitens der ARD wirksam sei und hier kein Missbrauch der Marktmarkt vorliege.

Heute hat Kabel Deutschland den südkoreanischen Sender Arirang TV auf dem Sendeplatz von Fashion TV España aufgeschaltet. Kabel Deutschland weitet ihr Timesharing, das es in dieser Form und diesem Ausmaß wohl nur bei Kabel Deutschland (wegen der Kapazitätsengpässe) gibt, also wieder aus. So sendet auf dem Platz "Arirang (engl) / Fashion (spa)" nun Arirang TV von 6-18 Uhr und Fashion TV España von 18-6 Uhr. Beide Sender sind für Kunden von Kabel Digital freigeschaltet.
Klassik Radio Movie ist ein Radiosender mit Filmmusik und ist Teil von Kabel Premium HD (aufgeschaltet auf 410 MHz).
Daneben gab es heute noch weitere Änderungen. Eurosport HD wurde in den Ausbaugebieten von 522 MHz auf 618 MHz verschoben. Außerdem testet Kabel Deutschland nun auf dem "Testkanal" (626 MHz) HbbTV. Die HbbTV-Testseite ist allerdings nicht öffentlich erreichbar.

Wie digitalfernsehen.de erfahren haben will, droht Kabel Deutschland die öffentlich-rechtlichen Sender nun damit, auch analog ortsfremde Dritte Programme abzuschalten. ARD und ZDF dürften von dieser Drohung allerdings kaum beeindruckt sein. Hat die ARD doch erst Anfang Februar in einer Pressemitteilung mitgeteilt: "Nach wie vor setzt sich die ARD dafür ein, auch den letzten noch verbliebenen analogen Verbreitungsweg, das Kabel, auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen und zu digitalisieren. Dazu hat die ARD den Kabelnetzbetreibern mehrfach Gesprächsbereitschaft und, so weit möglich, Hilfe angeboten."
Kabel Deutschland treffe somit einmal mehr nicht die Sender sondern ihre eigenen zahlenden Kunden. Da die Sender aber noch digital unverschlüsselt verfügbar sind, wenn auch in einer von Kabel Deutschland qualitativ reduzierten Fassung, würden sich die negativen Auswirkungen eher in Grenzen halten.


Februar 2013

Nachdem Kabel Deutschland im Zuge des Streits mit ARD/ZDF in den letzten Wochen die Netze umgestellt hat, um ortsfremde Regionalfenster der Dritten Programme zu entfernen und die Qualität der ARD-Sender herabzusenken, hat Kabel Deutschland nun die Reduzierungen der Datenraten auch bei ZDFvision durchgeführt.
Bei diesen Änderungen sind Kabel Deutschland erneut einige Fehler unterlaufen. Bei ZDF HD wird nun als erste Tonoption die für Blinde (Audio Descriptions) angegeben, danach folgt "Originalton" und an letzter Stelle erst der normale deutsche AC3-Ton (die normale dt. MP2 Tonoption wurde entfernt). Bei DLF und DRadio Wissen strahlt Kabel Deutschland jetzt eine fehlerhafte PMT aus.
Die Probleme mit dem EPG von NDR, MDR und rbb hat Kabel Deutschland bis heute nicht in Ordnung gebracht (wenn beispielsweise auf Das Erste geschaltet wird, wird für diese Sender der falsche EPG geladen, soweit vom Receiver die EIT-Daten ausgewertet werden).
Kabel Deutschland ist der Meinung, sie würden den Sendern eine Dienstleistung erbringen. Da ARD/ZDF keine Einspeiseentgelte mehr zahlen wollen, streicht Kabel Deutschland "Zusatzleistungen, die über den gesetzlichen Rahmen hinausgehen". Kabel Deutschland trägt damit den Streit auf dem Rücken der Kunden aus, indem sie absichtlich ihren Kunden ein schlechteres Signal liefern.
Nachtrag vom 23.2.: Die Fehler bei ZDF HD, DLF und DRadio Wissen wurden korrigiert. Weiterhin besteht aber das o.g. EPG-Problem und bei dem KDG-eigenen Sender "Radio-Test" auf S38 wird ebenfalls noch eine fehlerhafte PMT gesendet.

Das Bundeskartellamt teilte heute mit, dass die Übernahme von Tele Columbus durch Kabel Deutschland untersagt wird. Kabel Deutschland rechnete bereits Anfang der Woche mit diesem Ergebnis. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Nach intensiver Prüfung, insbesondere auch der von KDG angebotenen Zusagen, hat das Bundeskartellamt die wettbewerblichen Verschlechterungen durch den Zusammenschluss als so schwerwiegend angesehen, dass eine Freigabe des Vorhabens nicht möglich war. Tele Columbus ist in den Neuen Bundesländern der wichtigste Wettbewerber von KDG. Beide Unternehmen stehen insbesondere in Berlin wie in fast allen weiteren Ballungsräumen Ostdeutschlands in direktem Infrastrukturwettbewerb zueinander. Für die Wohnungswirtschaft würde nach dem Zusammenschluss in Zukunft vielerorts eine wettbewerbliche Alternative entfallen. Der Wegfall von Tele Columbus würde damit das bundesweite Oligopol der beiden großen regionalen Kabelnetzbetreiber weiter verfestigen.
Ein Argument von Kabel Deutschland war, dass sie mit der Übernahme in den Wettbewerb zu Unitymedia (in NRW/Hessen) treten würden. Dazu heißt es in der Pressemitteilung vom Kartellamt: "Die Ermittlungen des Bundeskartellamtes ergaben, dass damit bei objektiver Betrachtung in naher Zukunft voraussichtlich nicht zu rechnen ist. Nach dem Zusammenschluss wäre nur ein kleiner Teil der erworbenen Bestände direkt an Netze von Kabel Deutschland angeschlossen worden. Der überwiegende Teil der Wohneinheiten wäre wegen laufender Verträge zunächst gar nicht an Kabel Deutschland anschließbar gewesen. Der Erwerb von Tele Columbus hätte Kabel Deutschland den Markteintritt in NRW und Hessen daher nur geringfügig erleichtert. Im Übrigen wäre Kabel Deutschland auch ohne den Zusammenschluss mit geringem wirtschaftlichem Aufwand in der Lage, in NRW und Hessen tätig zu werden."

DWDL.de berichtet, dass Thomas Bellut, Intendant des ZDF, seinen Digitalkanal zdf.kultur so schnell wie möglich einstellen möchte und zu diesem Zwecke dem ZDF-Fernsehrat und den Bundesländern darüber informiert hat, die letztlich über eine Einstellung entscheiden. zdf.kultur ist am 7. Mai 2011 auf dem bisherigen Sendeplatz des ZDF-Theaterkanals auf Sendung gegangen und bestand hauptsächlich aus Musik, Film- und Netzkultur, Gaming und Wiederholung alter ZDF-Sendungen wie die Hitparade, Zwei Münchener in Hamburg, Ich heirate eine Familie oder auch das Erbe der Guldenburgs.

Nach der gescheiterten Übernahme von Tele Columbus will Kabel Deutschland nun in den kommenden zwei Geschäftsjahren 300 Mio. Euro in einen Ausbau der eigenen Netze investieren. Für 95% der anschließbaren Haushalte soll dann DOCSIS 3.0 verfügbar sein und man will die WLAN-Netze ausbauen. Besonders wichtig ist aber auch der Netzausbau auf 862 MHz. Im Gegensatz zu Kabel BW und Unitymedia hat Kabel Deutschland in der Vergangenheit fast ausschließlich auf den günstigeren Ausbau auf nur 630 MHz gesetzt, was sich mittlerweile rächt. Da Kabel Deutschland am analogen Fernsehen festhält, zeigen sich bereits Kapazitätsengpässe bei Kabel Deutschland. Die Folge ist beispielsweise, dass Kabel Deutschland bis zu 6 HD-Sender auf einen Kanal packt, was zu einer schlechteren Bildqualität führen kann (Unitymedia Kabel BW sendet dagegen max. 5 HD-Sender, oft auch nur 4 HD-Sender auf einem Kanal).

Wie Kabel Deutschland mitteilt werde das Bundeskartellamt die Übernahme von Tele Columbus wohl untersagen, da das Kartellamt fordere, fast 60% der zu erwerbenden Netze im Osten Deutschlands zu verkaufen und sich mit dem von Kabel Deutschland angebotenen Kompromiss, die TC-Netze in Berlin, Dresden und Cottbus zu verkaufen, nicht zufrieden gibt. Diese Forderung des Kartellamts sei laut Kabel Deutschland nicht wirtschaftlich vertretbar. Davon abgesehen wird Kabel Deutschland derzeit selber zum Übernahmekandidaten, Vodafone hat Interesse an einer Übernahme (KD-Helpdesk berichtete).

Mit dem heutigen Tage öffnet unser Schwesterprojekt DVB Central seine Pforten. DVB Central bietet den aus dem Kabel Deutschland-Helpdesk gewohnten Komfort wie Kabelbelegungen, Programmlisten und dergleichen nun auch für Unitymedia Kabel BW-Kunden, außerdem gibt es weitere Bereiche zur digitalen Terrestrik, IPTV und Satellitenempfang.

Laut "manager magazin" habe Vodafone Interesse an einer Übernahme von Kabel Deutschland. Ein Geschäftsplan liege bei dem Konzernchef Vittoria Colao bereits zur Abstimmung.

Das Bundeskartellamt wird nun zehn Tage länger bis zum 25. Februar die Übernahme von Tele Columbus prüfen.

Der Sprecher von Kabel Deutschland kündigte an, dass Kabel Deutschland die SD-Sender von RTL und ProSiebenSat.1 ab April unverschlüsselt in die Kabelnetze einspeisen wird. Er betonte erneut, dass dies zunächst nur die Sender dieser beiden Sendergruppen betreffe. Kabel Deutschland werde aber die weitere Marktentwicklung in den zukünftigen Einspeisungsverträgen mit den Privatsendern berücksichtigen.

Der Streit der KDG mit ARD und ZDF wurde heute auch auf der ARD-Pressekonferenz in Hamburg thematisiert.
DWDL.de schreibt: Dem Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland warf Marmor unterdessen vor, "wenig kundenfreundlich" zu sein. [...] "Das muss nicht sein, zumal wir noch in Gesprächen sind", sagte Marmor auf der ARD-Pressekonferenz. Es sei eine Fehlannahme von Kabel Deutschland, sollte man glauben, durch die jüngst getroffene Entscheidung Druck ausüben zu können. Man sollte den Streit nicht auf dem Rücken der gemeinsamen Kunden austragen. (Quelle)

In einer Pressemitteilung wird mitgeteilt: Die ARD wird weiterhin alle ihre Programme in technisch hervorragender Qualität der Öffentlichkeit und damit auch den Kabelnetzbetreibern auf verschiedenen Wegen zur Verfügung stellen. Kabel Deutschland hat rechtlich wie technisch alle Möglichkeiten, seinen Kunden die Programme anzubieten - in der selben Qualität und Vielfalt, wie sie beispielsweise über Satellit oder bei anderen Kabelnetzanbietern und Internetplattformanbietern verfügbar sind.

Nach wie vor setzt sich die ARD dafür ein, auch den letzten noch verbliebenen analogen Verbreitungsweg, das Kabel, auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen und zu digitalisieren. Dazu hat die ARD den Kabelnetzbetreibern mehrfach Gesprächsbereitschaft und, so weit möglich, Hilfe angeboten. Daran ändern auch die jetzt verfügten Einschränkungen der Kabelnetzbetreiber im Streit um Einspeisegebühren nichts.

Kabel Deutschland hat Beschwerde gegen die Entscheidung des Bundeskartellamts eingelegt (RTL und ProSiebenSat.1 hatten sich verpflichtet, dass ihre SD-Sender nur noch unverschlüsselt verbreitet werden dürfen). Falls Kabel Deutschland mit der Beschwerde nicht durchkommt, wird Kabel Deutschland die SD-Sender dieser beiden Sendergruppen ab April 2013 unverschlüsselt einspeisen. Es wird allerdings betont, dass es bei den anderen Sendern keine Veränderungen geben wird. Ob die kleineren Sender, die sich zum Teil sogar in der Vergangenheit gegen die Grundverschlüsselung ausgesprochen hatten, dies hinnehmen werden, bleibt offen. Immerhin wäre das für diese kleinen Sender ein erheblicher Wettbewerbsnachteil gegenüber den großen, künftig unverschlüsselten Sendern.


Januar 2013

Am 5. Februar soll die neue Plattform unter www.diekabelhelden.de offiziell online gehen. Ziel ist, dass sich die Kunden (die sogenannten "Kabelhelden") gegenseitig helfen. Wochentags soll aber auch ein Service-Team Fragen beantworten. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit der neuen Kunden-Community „Die Kabelhelden“ ein Servicetool zu etablieren, das sich an den Kundenbedürfnissen orientiert, als nützliches Informationsangebot geschätzt wird und zum regen Austausch zwischen unseren Kunden anregt“, sagt Dr. Sören Trebst, Direktor Customer Lifecycle Management bei Kabel Deutschland.
Abzuwarten bleibt, wie Kabel Deutschland auf negative Kritik reagieren wird, etwa warum die zehn neuen HD-Sender von ARD/ZDF, die letztes Jahr gestartet sind, noch immer nicht bei KDG empfangbar sind, oder warum Kabel Deutschland nun sogar die Regionalfenster der Dritten Programme abschaltet und die Datenraten/Bildqualität von ARD/ZDF heruntersetzen will.
Nachtrag: Die Seite ging bereits heute (30.1.) online.

Laut KDG-Senderabfrage wurden in den ersten Netzen die Änderungen an ARD/ZDF vorgenommen, es sind genau die die auch nach unseren Informationen den Anfang machen, daher haben wir im Helpdesk nun eine Liste mit den voraussichtlichen Terminen veröffentlicht. Am 7. Januar 2013 hat Kabel Deutschland verkündet, die Sendequalität der öffentlich-rechtlichen Programme auf Plattformstandard herunterzusenken und von jedem 3. Programm nur noch eine Regionalisierung digital einzuspeisen. Anders als Unitymedia Kabel BW, die den Streit mit ARD und ZDF nicht auf dem Rücken der Kunden austragen wollen, hat Kabel Deutschland sich für den kundenunfreundlichen Weg entschieden.

"Kabel Deutschland hat dem Bundeskartellamt ein Zusagenpaket vorgelegt, das die wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Bonner Kartellbehörde gegen den angekündigten Zusammenschluss des Unternehmens mit Tele Columbus ausräumen soll. [...] Kabel Deutschland teilt die wettbewerbsrechtlichen Bedenken des Bundeskartellamtes nicht, hat sich aber entschlossen, zu deren Überwindung die Veräußerung bestimmter Netze von Tele Columbus anzubieten. In dem spezifischen Fall dieser Transaktion werden allein solche Netzverkäufe von der Bonner Kartellbehörde als grundsätzlich zielführend betrachtet.
Das Zusagenangebot umfasst den Verkauf von Tele Columbus-Netzen samt den dazugehörigen Verträgen mit der Wohnungswirtschaft in Berlin, Dresden und Cottbus mit insgesamt über 430.000 angeschlossenen Haushalten. Damit würde die ursprüngliche Größenordnung der Transaktion von rund 2,1 Millionen angeschlossenen Haushalten um rund ein Fünftel reduziert werden."

Um Kabel BW übernehmen zu dürfen, hatte Unitymedia 2011 dem Bundeskartellamt einige Zugeständnisse angeboten. Dies waren die Aufgabe der Grundverschlüsselung, Sonderkündigungsrechte für Wohnungsgesellschaften und der Verzicht auf bestimmte Exklusivitätsklauseln und auf Eigentumspositionen.

Der Streit um die Einspeisegebühren mit ARD/ZDF spitzt sich zu. Kabel Deutschland hat heute in einer Pressemitteilung erklärt, dass ab morgen "Anpassungen bei der digitalen Übertragung" vorgenommen werden. "So wird Kabel Deutschland ab 8. Januar 2013 die Bandbreite für die digitale Übertragung der öffentlich-rechtlichen Programme an ihren Plattformstandard angleichen, mit dem auch alle anderen Sender im Kabelnetz übertragen werden. Darüber hinaus wird das Unternehmen gleichzeitig jedes digitale Dritte Programm nur in einer regionalen Variante pro Kabelnetz einspeisen. [...] Alle Dritten Programme werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben (Must Carry) weiterhin in einer Regionalvariante auch überregional digital verbreitet. So empfangen zum Beispiel die Kunden in Hamburg neben dem NDR Hamburg alle gewohnten Dritten Programme in digitaler Qualität."

Mit Plattformstandard ist offenbar gemeint, dass die Datenraten von ARD/ZDF auf das niedrige Niveau gebracht werden, mit denen Kabel Deutschland die Privatsender einspeist. Die Signale von ARD/ZDF wurden bisher (bis auf wenige Ausnahmen) weitgehend unverändert in die Kabelnetze eingespeist, wodurch die hohe Bildqualität, in der ARD/ZDF senden, gewährleistet wurde. Unitymedia erklärte, dass der Streit mit ARD/ZDF nicht auf dem Rücken der Kunden ausgetragen werden solle. Bei Kabel Deutschland geht man einen anderen, offensiven Weg. Ein Sprecher des MDR verwies auf tagesschau.de darauf, dass "genügend Empfangsalternativen für die Zuschauer zur Verfügung stehen". Nach erster Einschätzung verletze Kabel Deutschland die gesetzlichen Regeln nicht.

EDIT 11.01.13: Die Änderungen werden laut neuester Information voraussichtlich ab 24. Januar umgesetzt und dauern bis etwa Ende Februar an. Außerdem konnten wir in Erfahrung bringen, dass das Bayerische Fernsehen Nord sowie SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz ihren Sendeplatz wechseln werden. Unserer Einschätzung nach wird BFS Nord auf S03 verschoben, bei SWR RP hingegen steht fest dass der Sendeplatz von SWR BW übernommen wird.

Der nach Kabel Deutschland zweitgrößte Kabelnetzbetreiber Deutschlands, Unitymedia Kabel BW, hat heute morgen die Grundverschlüsselung in seinen Netzen in Nordrhein-Westfalen und Hessen aufgegeben. Die Programme aus dem Paket "Digital TV Basic" sind nun frei und ohne Zusatzkosten zu empfangen und können somit problemlos mit jedem beliebigen modernen Fernseher, der mit DVB-C-Tuner ausgestattet ist, oder jeder Set-Top-Box für Kabelempfang gesehen werden. Der Vorteil des sogenannten einfachen Plug & Play, ein großer Vorteil des Kabelfernsehens etwa gegenüber dem Satellitenempfang, ist in diesen Netzen somit wieder gegeben.
Kabel Deutschland weigert sich bislang, die Grundverschlüsselung ebenfalls aufzuheben. Ob und inwiefern sich die Entscheidung des Bundeskartellamts in Punkto Verschlüsselung bei den Sendergruppen RTL und ProSiebenSat.1 (KD-Helpdesk berichtete) auf die Situation bei KDG auswirkt ist bislang unklar.