Internet Protocol

Aus Vodafone-Kabel-Helpdesk

Bei IP (Internet Protocol) handelt es sich um ein Protokoll, was verwendet wird, um eine Internetverbindung herzustellen. Jedes Gerät bekommt eine (normalerweise) eindeutige IP-Adresse zugewiesen. Dies ist vergleichbar mit einer richtigen Adresse. Ursprünglich gab es IPv4 Adressen, welche von 0.0.0.0 bis 255.255.255.255 gehen, jedoch reichten diese irgendwann nicht mehr aus, weshalb die IPv6 Adressen eingeführt werden mussten.

Inhaltsverzeichnis

NAT

Die Network Adress Translation ist eine Technik, um interne und externe IP-Adressbereiche voneinander zu trennen. Die NAT leitet Internet-Verbindungen an die einzelnen Geräte im Heimnetzwerk um und bündelt alle Webseitenanfragen der Heimrechner über nur eine IP Adresse des Anschlusses/Routers, ähnlich einer altmodischen Telefonvermittlungsstelle. So können zum Beispiel im internen LAN IP-Adressen vergeben werden, die auf der Welt schon vielfach vorhanden sind, während extern in WAN und Internet nur eine zugewiesene globale IP-Adresse pro Anschluss gebraucht wird. So kann bei IPv4 jeder Heimrechner im LAN eine IPv4 Adresse erhalten, und extern wird höchstens eine globale IPv4 pro NAT gebraucht. Bei IPv6 ist die NAT im Router nicht mehr zwingend nötig, da jeder Heimrechner global eine eigene IPv6 Adresse erhalten kann. Bei IPv6 ist die NAT höchstens aus Sicherheitsgründen sinnvoll.

IPv4

Eine IPv4 Adresse ist nach dem Schema xxx.xxx.xxx.xxx aufgebaut, wobei jedes xxx eine Zahl zwischen 0 und 255 sein kann. Bis auf einige Ausnahmen sind diese Adressen eindeutig. Da es jedoch weltweit nur 4 Milliarden (genauer 232) IPv4 Adressen gibt, und diese schon größtenteils vergeben sind, wurde das IPv6 entwickelt.

IPv6

Aufgrund der Adressknappheit an IPv4 Adressen wurde das IPv6 entwickelt. Hierbei sind 340 Sextillionen Adressen möglich (genauer 2128). Daher ist die Vergabe dieser im Vergleich zu IPv4 sehr großzügig. Allerdings unterstützen immer noch nicht alle Provider und Webseitenbetreiber IPv6, weshalb eine reine IPv6 Verbindung große Einschränkungen mit sich bringt. Zum Beispiel verwendet Vodafone mobil bisher nur IPv4, somit ist bisher keine Serververbindung zu reinen IPv6- und DSLite-Anschlüssen vom Smartphone aus möglich.

Dual Stack

Als echtes Dual Stack wird es bezeichnet, wenn ein Gerät sowohl eine öffentliche IPv4 als auch eine öffentliche IPv6 Adresse hat. Es ist damit sowohl ein eingehender Zugriff via IPv4 und IPv6, als auch ein ausgehender Zugriff auf IPv4 und IPv6 möglich. Diese Anschlüsse wurden in der Vergangenheit so standardgemäß von Vodafone Kabel Deutschland geschaltet, jedoch ist dies aufgrund der Adressknappheit im IPv4 Bereich nicht mehr allgemein möglich, weshalb nun bei Neukunden auf Dual Stack Lite gesetzt wird.

Dual Stack Lite

Dual Stack Lite (DSLite) ist eine Technik, die es ermöglicht mehrere Nutzer hinter einer gemeinsamen IPv4 zusammen zu fassen. Hierbei wird auch die sogenannte NAT verwendet, welches die Datenpakete entsprechend abändert und versendet. Der Nachteil dieser Technik ist, das der entsprechende Anschluss nicht über IPv4 zu erreichen ist, jedoch können sowohl IPv4 als auch IPv6 Verbindungen nach außen aufgebaut werden.

Welches Verfahren wird bei Vodafone Kabel Deutschland angewendet?

Da Vodafone Kabel Deutschland zu großten Teilen alle IPv4 Adressen verbraucht hat, werden an Neukunden nur noch DSLite Anschlüsse vergeben. Jedoch ist es als Geschäftskunde mit der Option "Feste IP Adresse" noch möglich, an eine öffentliche feste IPv4 zu kommen. Diese Option ist jedoch kostenpflichtig. Nur in Ausnahmefällen wird noch bei Privatkundentarifen Dual Stack mit öffentlicher dynamischer IPv4 Adresse geschaltet.