Vorgeschriebene Einspeisungen der LMAs

Aus Vodafone-Kabel-Helpdesk

Zu den Aufgaben der Landesmedienanstalten gehört u.a. die Vergabe der analogen Kapazitäten im Kabelnetz. Je nach LMA bestimmt diese Teile der Belegung im Kabelnetz oder sie gibt eine Rangfolge der einzuspeisenden Sender vor. Die LMA kann auch nur noch eine Missbrauchsaufsicht haben, der Kabelnetzbetreiber kann dann über die analoge Belegung entscheiden.


Inhaltsverzeichnis

von Vodafone Kabel Deutschland versorgte Bundesländer

Bayern

Die analoge Verbreitung von TV- und Radioprogrammen wurde im Dezember 2018 eingestellt.

Berlin

Die analoge Verbreitung von TV- und Radioprogrammen wurde im November 2018 eingestellt.

Brandenburg

Mit Beschluss der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) vom 19.5.2000 "wird den Betreibern von im Land Brandenburg gelegenen Kabelanlagen gestattet, die analogen Kanäle in Anwendung der Grundsätze der §§ 40 und 41 MStV selbst zu belegen." [1]

Die folgenden Sender müssen eingespeist werden:

  • Das Erste
  • ZDF
  • rbb Fernsehen Brandenburg
  • arte
  • 3sat
  • Phoenix
  • KiKa
  • Regionalsender

Bremen

Das analoge TV- und Radioangebot im Land Bremen wurde am 08.08.2018 abgeschaltet. Da bei digitaler Übertragung kein Engpass besteht, fällt die Bremische Landesmedienanstalt keine Rangfolgeentscheidung. Ansonsten ist die Rangfolge in §36, Abs. 2 des Bremischen Landesmediengesetzes bestimmt.

Hamburg und Schleswig-Holstein

In Hamburg wurde das analoge TV- und Radioangebot im Oktober 2018 eingestellt und daher muss keine Rangfolge festgelegt werden.

Ansonsten besagt § 30, Abs. 3 des Staatsvertrags vom 13. Juni 2006 folgende Rangfolge:

  1. Die für das Land bestimmten öffentlich-rechtlichen Sender (Das Erste, ZDF, NDR Fernsehen, Phoenix, arte, KiKa, 3sat) und die von der Anstalt zugelassenen terrestrischen Vollprogramme und Sender mit Schwerpunkt Information
  2. In Schleswig-Holstein, soweit ortsüblich empfangbar, 2 dänische Programme (DR 1 und TV2; Anmerkung: Seit Februar 2012 gibt es TV2 nur noch digital im Kabelnetz)
  3. sonstige Sender


Mindestens berücksichtigt werden müssen:

  • 2 bundesweit veranstaltete private Vollprogramme
  • 3 fremdsprachige europäische Voll- und Spartenprogramme, wobei je ein Angebot englisch- bzw. französischsprachig sein soll
  • 2 Programme mit Schwerpunkt Information oder Bildung
  • 1 Programm mit Schwerpunkt Musik
  • 1 Programm mit Schwerpunkt Sport


Mecklenburg-Vorpommern

Der Kanalbelegungsplan der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV) vom 29.9.2010 schreibt folgende Sender vor: [2]

TV Radio
  • must-carry
    • Das Erste
    • ZDF
    • NDR
    • 3sat
    • arte
    • KiKa
    • Phoenix
    • "Nach § 8 RundfG M-V ggf. zugelassene landesweite Programme"
    • Offener Kanal
    • "Projekte nach § 43 RundfG M-V"
  • can-carry Rangfolge
  1. alle Regionalsender
  2. 2 ARD-Dritte
  3. Vollprogramme
  4. 2 Sender aus dem Bereich Information/Bildung
  5. 2 Sender aus dem Bereich Sport
  6. 1 Sender aus dem Bereich Musik
  7. 1 Sender aus dem Bereich englischsprachiges Voll- oder Spartenprogramm Information
  8. 1 Sender aus dem Bereich französischsprachiges Programm
  9. 1 Sender aus dem Bereich Mediendienst
  • NDR 1 Radio MV
  • NDR 2
  • NDR Kultur
  • NDR Info
  • N-Joy
  • Deutschlandfunk
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Antenne MV
  • Ostseewelle
  • Offener Kanal
  • "Projekte nach § 43 RundfG M-V"
  • jeweilige Regionalsender (can-carry)


Niedersachsen

Mit dem 14.02.2019 hat Vodafone das analoge Kabelangebot eingestellt, daher ist keine Rangfolgeentscheidung mehr zu treffen.

Rheinland-Pfalz

Vorgeschriebene Einspeisung für Rheinland-Pfalz laut LMK-Beschluss vom 1. Juli 2013 [3]:

Gesetzlich bestimmt:

  • Das Erste
  • ZDF
  • SWR Fernsehen Rheinland-Pfalz
  • 3sat
  • arte
  • KiKa
  • Phoenix
  • Offener Kanal

Gemäß § 33 Abs. 1 Nr. 3 LMG müssen regionale Programme eingespeist werden:

  • SAT.1 Rheinland-Pfalz & Hessen
  • rheinahr.tv
  • RNF
  • RON TV (RTL-Fenster)
  • TV Mittelrhein
  • wwtv

Gemäß § 33 Abs. 4 LMG müssen folgende Programmgruppen mit min. einem Programm berücksichtigt werden:

  • Vollprogramme (RTL, ProSieben, VOX, RTL II, kabel eins)
  • Dritte Programme (BR Fernsehen, hr-fernsehen, MDR Fernsehen, NDR Fernsehen, rbb Fernsehen, WDR Fernsehen)
  • Nachrichten (WELT, n-tv, Bloomberg TV Europe, ARD-alpha, CNBC Europe, CNN International, euronews)
  • englischsprachige Programme (BBC World News, CNN International)
  • französischsprachige Programme (TV5MONDE Europe, France 2)
  • Unterhaltung (Super RTL, Tele 5, Disney Channel, Nick / Comedy Central, DMAX, NITRO)
  • Musik (VIVA, Deluxe Music)
  • Sport (sport1, Eurosport 1)

Desweiteren kann der Kabelnetzbetreiber 5 Kanäle in freier Entscheidung belegen gemäß § 33 Abs. 3 LMG.

Saarland

Das analoge Angebot wurde am 16.01.2019 eingestellt, insofern ist die einst geleltende Kabelbelegungssatzung [4] hier nicht mehr relevant.

Sachsen

Die analoge Verbreitung von TV- und Radioprogrammen wurde im Dezember 2018 eingestellt.

Sachsen-Anhalt

Die einzuspeisenden Sender richten sich nach dem Mediengesetz (§ 36 Abs. 1) der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA). [5]

TV Radio
  • Das Erste
  • ZDF
  • MDR Fernsehen Sachsen-Anhalt
  • 3sat
  • KiKa
  • arte
  • Phoenix
  • Offener Kanal
  • Regionalsender
  • MDR Sachsen-Anhalt
  • MDR JUMP
  • MDR Aktuell
  • MDR Kultur
  • MDR Sputnik
  • Deutschlandfunk
  • Deutschlandfunk Kultur
  • Radio SAW
  • Radio Brocken
  • 89.0 RTL
  • Rockland Sachsen-Anhalt

Thüringen

Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) "hat noch keinen Kabelbelegungsplan erlassen, der verbindliche Vorgaben für die Kabelnetzbetreiber enthalten kann." [6] Es besteht also nur eine Missbrauchsaufsicht.

von Unitymedia versorgte Bundesländer

Unitymedia hat die Ausstrahlung des analogen Kabelfernsehens im Juni 2017 eingestellt. Deshalb beschränken wir uns hier auf die Vorgaben für Radiosender, da diese bis auf weiteres auch noch analog verbreitet werden.

Nordrhein-Westfalen

Die Medienkommission der Landesanstalt für Medien (LfM) entscheidet auf Grundlage des Landesmediengesetzes (§18 LMG NRW), welche Sender eingespeist werden müssen. [7]

In Punkto Radio sind vorgeschrieben:

  • 1LIVE
  • WDR 2
  • WDR 3
  • WDR 4
  • WDR 5
  • das jeweilige Lokalradio (Radio Köln, Antenne Münster,...)
  • Deutschlandfunk
  • Deutschlandfunk Kultur

Hessen

Die Satzung über die Grundsätze der Kanalbelegung in Kabelanlagen in Hessen [8], basierend auf dem § 42 des Hessischen Privatrundfunkgesetzes (HPRG) [9] schreibt die hier einzuspeisenden Programme vor, allerdings werden keine konkreten Programme von der LPR genannt.

Terrestrisch empfangbare Programme haben außerdem Vorrang vor über Satellit oder andere Empfangswege ausgestrahlte Programme. Sämtliche weitere Bedingungen sind in der o.g. Satzung nachzulesen.

Baden-Württemberg

Laut LfK müssen folgende Programme in das Kabelnetz eingespeist werden [10]:

  • Öffentlich-rechtliche Programme:
    • SWR1 Baden-Württemberg
    • SWR2
    • SWR3
    • SWR4 Baden-Württemberg
    • Deutschlandfunk
    • Deutschlandfunk Kultur
  • Private Programme:
    • bigFM Baden-Württemberg
    • Klassik Radio
    • sunshine live
    • Flux FM
    • 1 Regionalveranstalter (Antenne 1, Radio 7, Radio Regenbogen)
    • 1 Lokalveranstalter (sunshine live, Energy Stuttgart, die neue welle, Hitradio Ohr, baden.fm, Radio Neckarburg, Radio Seefunk, Radio Ton, Donau 3 FM, Die neue 107.7)