Kabelkunden, die neuerdings auf Digitalempfang umgestellt haben, klagen oftmals über einen relativ schlechten oder gar nicht vorhandenen Empfang bei vielen Sendern von ARD Digital. Die betroffenen Sender liegen auf den Kanälen S02 und S03, bzw. wie bei Digitalempfang als Angabe eher üblich, auf den Frequenzen 113 und 121 MHz.
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Dann kann ausgeschlossen werden, dass das Problem die klassische Ursache hat, die Störungen auf diesen Kanälen sonst hervorruft. Jedenfalls wenn sich der betroffene und der nicht betroffene Sender auf dem gleichen Kanal befinden. Häufig ist der Empfang des Kanals S03 besser als von S02.
Eventuell ist aber auch der Receiver nicht ganz in Ordnung oder das Problem geht von der KDG selbst aus.
Die klassische Ursache der Probleme ist eine veraltete Antennendose. In den späten 80ern und den 90ern des vergangenen Jahrhunderts wurde auf der Frequenz 118 MHz das 16 Radiosender umfassende Digitalradio DSR angeboten (insgesamt wurde der Frequenzbereich von 111 bis 125 MHz dafür in Beschlag genommen). Da das klassische UKW-Radio direkt darunter lag (87,5 bis 108 MHz), war es naheliegend, auch DSR über den Radioanschluss der Antennendose auszugeben. Seit Anfang der 2000er Jahre wird im ehemals von DSR genutzten Frequenzbereich allerdings digitales Fernsehen ausgestrahlt, womit die Probleme beim Empfang begannen. Die ARD Digital-Pakete befinden sich aufgrund einer Umstrukturierung des Digitalangebots erst seit 2006 auf den Kanälen S02 und S03, zuvor befanden sich dort Bezahlfernsehpakete der KDG, die von eher wenigen Kunden genutzt wurden, dementsprechend selten wurden daher auch Empfangsprobleme auf diesen Kanälen bemerkt.
Da der Frequenzbereich dieser Kanäle dem Radioanschluss zugeschlagen wurde, ist das Signal, das am TV-Anschluss in diesem Bereich ausgegeben wird, möglicherweise deutlich schwächer und die bekannten Empfangsprobleme können auftreten.
Störungen auf diesen Kanälen können aber auch durch starke UKW-Signale entstehen, die vom Receiver nicht ausreichend gefiltert werden.
In der Regel reicht es, die betroffene Antennendose gegen eine neue austauschen.
Hierbei kann man zwischen zwei Varianten unterscheiden.
Die Kosten für den Austausch sind im niedrigen zweistelligen Bereich angesiedelt. Kann man die Dose selber nicht austauschen, verteuert die fachmännische Installation die Problembehebung natürlich.